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Foto:: IWO |
Im Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuer- barer Energien im Wärmemarkt (MAP) stehen nach der Aufhebung einer Haushaltssperre wie- der Fördermittel zur Verfügung. Damit haben Hausbesitzer erneut die Möglichkeit, den Staat an ihrer Investition in klimaschonende Heiz- technik zu beteiligen. Unter anderem werden im MAP Heizungsmodernisierungen mit Einbin- dung von Solarwärmeanlagen und der gleich- zeitige Einbau von Brennwertgeräten bezu- schusst. Zuständig für die Bearbeitung der Förderanträge ist das Bundesamt für Wirt- schaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Nach einer Anpassung der Förderrichtlinie des MAP werden nur noch Solaranlagen gefördert, die auch zur Heizungsunterstützung genutztwerden. Für jeden Quadratmeter Kollektorfläche gibt es nun 90 Euro, ferner 50 Euro für eine besonders sparsame Solarpumpe. Wird gleichzeitig ein alter Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzt, kommen 400 Euro als Kesseltauschbonus hinzu. Bei der Installation einer zwölf Quadratmeter großen Solarwärmeanlage und der gleichzeitigen Erneuerung des Heizkessels auf Brennwerttechnik können Modernisierer also insgesamt 1530 Euro einkalkulieren: 400 Euro Kesseltauschbonus, 1080 Euro Solarförderung und 50 für die effiziente Solarpumpe.
KfW fördert Brennwerttechnik und solare Warmwasserbereitung
Auch Modernisierer, die ein neues Öl-Brennwertgerät mit einer Solaranlage nur zur Warmwassererzeugung kombinieren, gehen nicht leer aus. Sie können über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ einen Investitionszuschuss beantragen. Der beträgt fünf Prozent der Investitionssumme, maximal 2500 Euro. Bei Anschaffungs-kosten von im Schnitt 12.500 Euro für eine solche Öl-Brennwert-Solarheizung steuert der Staat also 625 Euro bei. Die KfW gewährt den fünfprozentigen Investitionszu- schuss auch dann, wenn nur der alte Heizkessel gegen ein Brennwertgerät ausge- tauscht wird. Bei einem Anschaffungs-preis von durchschnittlich 8000 Euro einschließ- lich Installation beteiligt sich der Staat also mit 400 Euro an der neuen Öl-Brennwert- heizung.
Brennwertheizung macht sich bezahlt
Ein Vielfaches der Fördersumme erwirtschaftet Öl-Brennwerttechnik durch ihre hohe Effizienz und die damit verbundene Energieeinsparung: Denn wird ein veralteter Standardheizkessel durch ein Öl-Brennwertgerät ersetzt, sinkt der Heizölverbrauch um bis zu 30 Prozent. Bei einem Jahresverbrauch von bisher beispielsweise 4000 Litern entspricht das bis zu 1200 Litern weniger Verbrauch. Wird die neue Brennwertheizung mit einer Solarthermieanlage kombiniert, erhöht sich das Energieeinsparpotenzial auf 40 Prozent. Im Beispiel sinkt der Verbrauch also um bis zu 1600 Liter jährlich. Je nach Heizölpreis amortisiert sich die neue Heizung in einem überschaubaren Zeitraum.
Quelle: IWO |